Praxis Dr. Steffen Kresse, Dr. Johann Müller - Augenärzte....
Glaukomdiagnostik
Neue
Möglichkeiten in der modernen Glaukomdiagnostik
Beim Glaukom wird der Sehnerv durch zunehmenden Verlust seiner Nervenfasern, die für die Übermittlung der Sehinformation des Auges an das Gehirn notwendig sind, geschädigt. Bei der Mehrzahl der Glaukompatienten ist der erhöhte Augeninnendruck der dafür maßgebliche Faktor, bei anderen wiederum ist die Durchblutung des Sehnerven, beispielsweise durch zu niedrigen Blutdruck, die Ursache. Erst wenn schon viele Nervenfasern dadurch zugrunde gegangen sind, zeigt sich dies in einer messbaren Funktionsstörung, in Ausfällen bei der Gesichtsfelduntersuchung. Dieser Faserverlust ist auch als "Ausbuchtung" der Sehnervenscheibe sichtbar.
Zur Diagnostik und Verlaufskontrolle des Glaukoms sind deshalb hauptsächlich drei Untersuchungen wichtig:
| 1.Augeninnendruckmessung
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| 2. Gesichtsfelduntersuchung
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| 3. Untersuchung
des Sehnervenkopfes
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1. Die Augeninnendruckmessung
![]() Pachymeter (Gerät zur Messung der Hornhautdicke) |
ist Ihnen als Betroffene/r sicherlich bekannt. Von besonderer Bedeutung sind Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten, in besonderen Fällen auch nachts, da der Augeninnendruck einer ausgeprägten Tagesrhythmik unterliegt. Die wahren Werte hängen allerdings auch von der Dicke der Hornhaut ab und können unter Umständen beträchtlich von den gemessenen Werten differieren. Um Abweichungen der Dicke Ihrer Hornhaut vom Durchschnitt zu bestimmen, ist eine Dickenmessung per Ultraschall notwendig. Diese Messung der Hornhautdicke ist im Regelfall nur einmal erforderlich. |
2. die Gesichtsfeldtestung (Perimetrie)
ist Ihnen vermutlich auch schon geläufig. Das Gesichtsfeld ist der Bereich, in
dem Sie bei Blick geradeaus seitlich, oben und unten Licht erkennen können.
Durch Projektion eines Lichtpunktes definierter
Helligkeit können verschiedene Stellen der Netzhaut auf ihre Funktion geprüft
werden, bei modernen Gesichtsfeldapparaten (Computerperimetern) ist auch
eine Schwellenmessung, d.h. eine Bestimmung der Empfindlichkeit an dem
jeweiligen Prüfpunkt, möglich. Dadurch sind Störungen nicht erst
festzustellen, wenn kein Licht mehr erkannt wird, also die zuständige
Nervenfaser abgestorben ist, sondern schon wesentlich früher eine
Empfindlichkeitsverschlechterung auftritt. So ist eine therapeutische
Beeinflussung noch möglich.
| (Flimmerperimetrie - FDT) Als spezielle zusätzliche Gesichtsfeldtestung gibt es neuerdings eine Sonderform, die ergänzende Informationen erbringt. Vor einem flimmernden Hintergrund werden dabei eine besondere Schicht von Nervenzellen geprüft, die besonders empfindlich auf einen beginnenden Glaukomschaden reagieren und damit früher Hinweise auf eine krankhafte Störung geben .
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FDT-Gerät © Carl Zeiss |
3. die Untersuchung des Sehnervenkopfes
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Bisher musste sich die Untersuchung des Sehnervenkopfes auf Befundbeschreibungen
und Zeichnungen aufgrund einer Betrachtung mit dem Augenspiegel beschränken,
was naturgemäß nur sehr eingeschränkt Veränderungen feststellen ließ. Fundusfotografie: die fotografische Darstellung erhöht die Genauigkeit, da sie im Vergleich Veränderungen exakter erkennen lässt. Allerdings ist eine dreidimensionale Darstellung im Allgemeinen aus technischen Gründen sehr schwierig. Zum Vergleich des Ausgangsbefunds hat die Fotografie weiterhin einen wichtigen Stellenwert. Einen wesentlichen Fortschritt in der Glaukomüberwachung stellen jetzt Untersuchungen des Sehnerven mittels eines Laserscanners mit einer außerordentlich exakten dreidimensionalen Vermessung und Berechnung der Ausbuchtung des Sehnervenkopfes dar (Heidelberg Retina Tomograph) |
![]() |
© Heidelberg Instruments |
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Damit ist eine genaue Verlaufskontrolle des Glaukoms möglich, durch Vergleich
verschiedener Untersuchungen können kleinste Veränderungen erkannt werden. Oft
kann dadurch eine Verschlechterung Jahre früher erkannt werden und damit
entsprechend eher auch gegengesteuert werden. Diese
Untersuchung sollte deshalb zum Standard einer modernen
Glaukomüberwachung gehören; sie dauert nur wenige Minuten, ist schmerzlos und
oft ohne
Pupillenerweiterung möglich.
4. die Messung der Dicke der Nervenfaserschicht
Zusätzliche Informationen liefert die exakte Messung der Dicke der Nervenfaserschicht außerhalb der Sehnervenscheibe. Mittels einer Untersuchung mit polarisiertem Licht kann deren Dicke auf wenige Mikrometer genau bestimmt und Veränderungen in Folge einer Glaukomschädigung festgestellt werden. Dieses Gerät (Nervenfaseranalysegerät GDx) benötigt für die Untersuchung eventuell eine Pupillenerweiterung.
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Nervenfaseranalysegerät GDx © Laser Diagnostics
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5. die Bestimmung der Durchblutungssituation
sollte
im Zweifel durch Ihren Hausarzt oder Kardiologen erfolgen, insbesondere
erscheint eine 24Stunden-Blutdruckmessung zum Ausschluss kritischer nächtlicher
Blutdruckabsenkungen in geeigneten Fällen sinnvoll.
6. Zieldruck
Unter Berücksichtigung aller genannten Ergebnisse kann der individuelle „Zieldruck“ als gewünschter maximaler Augeninnendruck unter Behandlung besser festgelegt werden. Dieser Zieldruck kann in manchen Fällen stark von den allgemein als "normal" angesehenen Werten abweichen.
Allerdings gehen diese modernen Verfahren über
den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Ihre
gesetzliche Krankenkasse darf deshalb die Kosten für diese sinnvollen und für
eine Glaukomüberwachung nach dem neuesten Stand notwendigen Untersuchungen
nicht übernehmen.
Wir können Ihnen diese optimale Diagnostik anbieten!
Sprechen
Sie uns an!
Übrigens:
zum Thema "Geiz ist geil"
“Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist auch unklug, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der
Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das
Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun,
dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu
bezahlen”
John Ruskin (1819-1900), englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph
©2001-2007: Dr.Johann Müller, Tempelhofer Damm 179, 12099 Berlin
zuletzt bearbeitet - last updated: 24.08.07