Praxis Dres. Kresse & Müller, Augenärzte
Glutamat und Auge
Essverhalten löst unter Umständen eine spezielle Form des Glaukoms aus.
Wer über längere Zeit viele, mit dem
Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat versetzte Speisen isst, riskiert sein
Augenlicht. Das fanden Wissenschaftler um Prof. Dr. Hiroshi Ohguro von der
Universität Hirosaki, Japan, laut einem aktuellen Bericht der Fachzeitschrift
New Scientist heraus. Danach konnten die Forscher in Experimenten mit Ratten
zeigen, dass Tiere, die sechs Monate lang Futter mit hohem Glutamat-Anteil
erhielten, deutlich dünnere Netzhäute entwickelten und nach und nach sogar
ihre Sehkraft verloren.
Forschungsleiter Ohguro bestätigte zwar, dass in der Studie teilweise sehr hohe
Glutamat-Mengen eingesetzt wurden, wollte aber keine genaue Untergrenze für
eine völlige Unbedenklichkeit des Stoffes nennen. Bei geringeren Dosen in der
Nahrung könnte sich die Wirkung möglicherweise erst nach einigen Jahrzehnten
zeigen. Ohguros Ansicht nach erklären die neuen Forschungsergebnisse vielleicht
auch, warum in Ostasien - wo Mononatriumglutamat (MSG) vielen Speisen beigemengt wird
- eine spezielle Form des Grüner Stars (Glaukom) ohne den üblicherweise erhöhten
Augeninnendruck so stark verbreitet ist.
FDA and Monosodium Glutamate
Stellungnahme der amerikanische Food and Drug Administration:
eine ausführliche Analyse von diversen Studien kam zur Schlussfolgerung, daß nur eine kleine Gruppe von Menschen mit Kopfschmerzen oder einer Verstärkung eines bestehenden Asthma bronchiales reagieren.
http://www.cfsan.fda.gov/~lrd/msg.html
© 2006 Dr.Johann Müller, Tempelhofer Damm 179, 12099 Berlin
zuletzt bearbeitet - last updated: 29.10.06