Dr. Johann Müller - Augenarzt & Homöopath...

 

Klassische Homöopathie - eine kurze Einführung


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1. Was ist eigentlich "Klassische Homöopathie"?

2. Wie kann die klassische Homöopathie heilen?

3. Warum sind homöopathische Arzneimittel potenziert?

4. Woraus bestehen homöopathische Arzneimittel?

5. Wie kann ich mehr über die Homöopathie erfahren?

6. Wie wird meine Lebenssituation bei einer homöopathischen Behandlung berücksichtigt?

7. Wie finde ich eine/n klassisch-homöopathische tätige/n Arzt/Ärztin?

8. Wie wird eine homöopathische Behandlung abgerechnet?


1. Was ist eigentlich "Klassische Homöopathie"?

Die klassische Homöopathie ist eine an den einzelnen Menschen individuell angepaßte Arzneitherapie. Sie wurde vor 200 Jahren von dem sächsischen Arzt Samuel Hahnemann entwickelt. Freiwillige Gesunde haben in den letzen zwei Jahrhunderten viele homöopathische Arzneimittel in aufwendigen Untersuchungen an sich getestet und die dabei aufgetretenen Prüfungssymptome detailliert aufgezeichnet, so daß ein großer Vorrat an wohlbekannten homöopathischen Arzneimitteln zur Verfügung steht.

Wenn Sie erkrankt sind, wird Ihnen der homöopathische Arzt oder die Ärztin nach einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) und nach einer eingehenden körperlichen Untersuchung das Arzneimittel verordnen, dessen Prüfungssymptome Ihren Krankheitssymptomen so ähnlich wie möglich sind (griechisch: hómoion páthos = ähnliches Leiden). Diese Arznei übt einen Reiz auf Ihren gesamten Organismus aus. Dieser Arzneireiz ist Ihrer Krankheit sehr ähnlich. Ihr Organismus reagiert gegen diesen Reiz und kann damit auch Ihre eigentliche Krankheit überwinden. Dabei werden körperliche Funktionen in einer Weise angeregt, die den gesamten Organismus aus einer homöopathischen Behandlung gekräftigt und in seiner Widerstandsfähigkeit gestärkt hervorgehen lassen.

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2. Wie kann die klassische Homöopathie heilen?

Durch den Anstoß, den der Organismus durch das verabreichte homöopathische Mittel erhält, wird er in die Lage versetzt, eine Gegenreaktion zu der vorliegenden Störung zu vollbringen. Auf diesem Wege wird eine wirkliche Heilung möglich und eine zunehmend stabilere Gesundheit erreicht. Doch nicht nur das, auch Ihre Vitalität und Ihre Schaffenskraft und damit auch Ihre Lebensfreude können vermehrt werden. Allerdings ist dies ein Prozeß, der seine Zeit und damit auch Geduld und Ihre Mitwirkung benötigt.

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3. Warum sind homöopathische Arzneimittel potenziert?

Als Ausgangsmaterial zur Herstellung homöopathischer Heilmittel dienen überwiegend der Natur entnommene Stoffe: Pflanzen, Mineralien und Tiere, wie z. B. die Biene. Diese Arzneien werden bei Ihrer Herstellung potenziert, d. h. mit einem Lösungsmittel stufenweise verdünnt und dann verschüttelt bzw. verrieben. Durch diese Potenzierung werden die arzneilichen Kräfte erst voll entfaltet. Einige dieser Stoffe, wie z.B. das Kochsalz, werden erst dadurch zu einem Heilmittel, andere wiederum, wie z.B. die Tollkirsche, verlieren während dieses Prozesses ihre Giftigkeit. Lediglich die Arznei- Information, die den heilenden Reiz auf Ihren Körper ausüben soll, bleibt erhalten.

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4. Woraus bestehen homöopathische Arzneimittel?

Homöopathische Arzneimittel enthalten eine gewisse Menge des Ausgangsmaterials, die durch den Potenziervorgang in Ihrer arzneilichen Wirkung verstärkt werden, obwohl dabei auch eine Verdünnung erfolgt. Eine stringente naturwissenschaftliche Erklärung dafür steht noch aus, obwohl Ansätze dazu schon seit längerer Zeit existieren.

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5. Wie kann ich mehr über die Homöopathie erfahren?

Je umfassender Sie informiert sind, desto besser können Sie bei Ihrer homöopathischen Behandlung mitwirken. Vielleicht werden auch in Ihrer Nähe Vorträge oder Volkshochschul-Kurse über die Homöopathie angeboten. Ansonsten empfehle ich als Einführung das Buch von Georgios Vithoulkas: "Medizin der Zukunft" , das Sie in jeder medizinischen Buchhandlung, zumindest auf Bestellung,für ca. DM 20,- bekommen können.

In unserer Praxis kann es übrigens auch ausgeliehen werden!

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6. Wie wird meine Lebenssituation bei einer homöopathischen Behandlung berücksichtigt?

Alle Umstände, die Ihre Erkrankung ausgelöst haben (können), alles, was Ihre Beschwerden lindert oder verschlimmert, Ihre momentane seelische Befindlichkeit sowie Ihre besonderen Lebensumstände und Belastungen sind für die Mittelfindung von entscheidender Bedeutung. Ebenso alle individuellen Züge der Krankheit, wie beispielsweise periodisches Auftreten (Tageszeiten, Jahreszeiten, Mondphasen), der besondere Schmerzcharakter, bessernde oder verschlechternde Umstände, begleitende Symptome (" Immer, wenn ich ..., dann habe ich gleichzeitig...") oder andere Eigenheiten ("Es fühlt sich an, als ob ...").

Daher: je besser Sie sich beobachten, desto genauer können Sie dem Homöopathen oder der Homöopathin Ihre Beschwerden schildern. Auf diese Weise wird die Arzneimittelwahl gezielt für Ihre individuelle Krankheitssituation erfolgen.

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7. Wie finde ich eine/n klassisch-homöopathische/n Arzt/Ärztin?

Homöopathische Ärztinnen und Ärzte finden Sie im Branchenfernsprechbuch. Über den Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte können Sie sich ebenfalls Adressen in Ihrer Nähe geben lassen. Wenn Sie die heilende Wirkung der Homöopathie in vollem Umfang erfahren wollen, dann sollten Sie vor der Behandlung abklären, ob tatsächlich die klassische Einzelmittel-Homöopathie nach Hahnemann angewandt wird.

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8. Wie wird eine homöopathische Behandlung abgerechnet?

Da ein homöopathisches Anamnese-Gespräch, aber auch die Folgegespräche sehr zeitaufwendig sind, können sie im allgemeinen nicht über eine gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden. Es erfolgt eine private Rechnungsstellung auf der Grundlage der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Mit dem zum 1. Januar 2004 wirksamen Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz GMG) sind die Möglichkeiten einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen wieder völlig offen. 

Kostenerstattung:  diese jetzt für alle gesetzlich Versicherten offene Möglichkeit kann durchaus interessant sein: weitere Informationen dazu hier. Grundsätzlich werden dabei alle entstehenden Kosten per GOÄ abgerechnet, also auch die homöopathische Behandlung, die Krankenkasse ist dann zur Kostenerstattung verpflichtet. Der Umfang dieser Kostenerstattung sollte aber vorher abgeklärt werden.

Projekte einzelner Krankenkassen:  auch hier hat sich im Umfeld des neuen Gesetzes einiges verändert; die folgenden Angaben basieren auf den bisherigen Regelungen.

IKK Hamburg:    Die IKK Hamburg, die jetzt auch bundesweit allen Versicherten offen steht,  bietet die Kostenübernahme einer homöopathischen Behandlung (und auch der Akupunktur) zu 95% an. Die Behandlung erfolgt bisher im Rahmen eines von der IKK   begonnen Projekts und darf nur von daran teilnehmenden Ärzten (zu denen ich auch gehöre) durchgeführt werden. Die Auswahl der Ärzte erfolgt zusammen mit dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte, so daß dadurch auch ein gewisses Maß an Qualitätssicherung gegeben ist.

Seit dem 1.4.99 wird zunächst von der BKK Post , später auch der Deutschen BKK, der BKK des Bundesverkehrsministeriums und inzwischen noch einer ganzen Reihe kleinerer BKKen ein Projekt zur klassischen Homöopathie durchgeführt. Näheres dazu können Sie bei den entsprechenden Geschäftsstellen telefonisch erfragen. Auch die BKK Securvita übernahm die Behandlungskosten zumindest teilweise. 

Privat Versicherten mit eingeschlossener ambulanter Behandlung werden die Kosten einer homöopathischen Behandlung durch einen Arzt erstattet, da im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen in der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte die homöopathische Behandlung ausdrücklich aufgeführt ist.


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Bearbeitet und ergänzt nach einer Vorlage von Angelika Franz, E-Mail: AngelFranz@aol.com                                                   

©2006 :  Dr.Johann Müller, Tempelhofer Damm 179, 12099 Berlin                                                                                        

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zuletzt bearbeitet - last updated: 23.03.06