Praxis Dr. Steffen Kresse, Dr. Johann Müller - Augenärzte....
Informationen zur photodynamischen Therapie
dies soll eine erste Einführung für Kollegen sein, die nicht selbst lasern und ihre Patienten trotzdem kompetent über diese neue Technologie beraten wollen.
Verteporfin (Visudyne®)
eine durch Licht aktivierbare
Substanz; wenn
sie durch Licht in Anwesenheit von Sauerstoff aktiviert wird, werden
Sauerstoff-Radikale erzeugt, die zu örtlicher Schädigung des vaskulären
Endothels führt, mit folgender Gefäßokklusion. Verteporfin scheint sich
bevorzugt in Neovaskularisationen anzureichern, auch chorioidal. Im Tiermodell
ist die Substanz auch in der Retina nachzuweisen, so daß auch ein
Kollateralschaden retinaler Strukturen nach der Photoaktivation möglich
erscheint.
Klinische
Studien:
2
plazebokontrollierte Doppelblindstudien mit 609 Patienten mit subfovealer
chorioidaler Neovaskularisation (CNV), bisher nur 1-Jahresanalyse;
bei
klassischer CNV (ohne okkulte Neovaskularisation) war der Effekt am
deutlichsten. Beim primären Wirksamkeitsendpunkt = weniger als 3 Stufen
Visusverlust war eine Differenz von 49% zur Kontrollgruppe
(77% vs. 27%) zu verzeichnen. Schwerer Sehverlust (mind. 6 Visusstufen)
trat bei 10% gegen 41% der Plazebogruppe auf.
Ältere
Patienten, solche mit dunklen Iriden, okkulten Neovaskularisationen oder mit
weniger als 50% klassischer CNV scheinen weniger von der Therapie zu
profitieren.
Kontraindikation:
Porphyrie,
Allergie gegen einen Bestandteil
Warnungen:
nach
der Infusion von Verteporfin sollte für 5 Tage die Einwirkung von Sonnenlicht
auf Haut und Auge vermieden werden; bei versehentlicher extravasaler Infusion
muss der betroffene Bereich sorgfältig vor Lichteinwirkung geschützt werden, um
eventuell schwere Verbrennungen zu vermeiden.
Anwendung:
Kosten: um die DM 3300,- je Ampulle
modifiziert nach der wissenschaftlichen Information von Ciba-Vision 2000
weitere Informationen von der Anwendergruppe PDT
© : Dr.Johann Müller, Tempelhofer Damm 179, 12099 Berlin
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